Mediensterben - Collapse of Complex Societies

Clark Shirky über die Geschäftsmodelle im Web2.0. Er beantwortet die Frage, warum etablierte Medien im Web niemals profitabel werden. Die einfache Antwort: zu viel Aufwand, zu komplexe Prozesse. Denn um Profit zu machen kannn man entweder soviel Geld verdienen, dass die Ausgaben gedeckt werden oder die Ausgaben so weit senken, dass sie unter den Einnahmen liegen. Letzteres wäre ein Mittel gegen sinkende Werbeeinnahmen und Kostenlos-Kultur, doch scheint dieser Weg in einer etablierten, bürokratischen Organisation sehr schwer vorstellbar.

Shirky behauptet, dass die Bürokratie es sogar unmöglich macht, davon wieder abzurücken, da es in der Bürokratie einfacher ist einen neuen, komplexeren Prozess zu implementieren als einen alten zu killen (damit verstosse Bürokratie gegen den zweiten Satz der Thermodynamik).

Herrlich begründet, Top Artikel der letzten 12 Monate zum Mediensterben.

Wer auch sieht, darf gern noch diesen Artikel zum Thema "simplicity" lesen: Part 1, Part 2.
Hat nicht viel miteinander zu tun, aber hat mir auch gut gefallen unter dem Komplexitätsaspekt nochmal darüber nachzudenken.

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