Immer wenn ich surfe bin ich im eCafe, das ist zu meiner zweiten Heimat geworden. Die Kellner kennen mich, wahren aber meine Privatsphaere. Es ist wie in einem guten Hotel. Es riecht frisch. Blumen stehen auf dem Tisch. Die Sessel sind weich, die Tische gross. Tageszeitungen liegen aus. Es gibt Gespraeche im Hintergrund, aber sie stoeren nicht. Im Gegenteil, manchmal regen sie mich zu Ideen an und dann schalte ich mich in den Dialog ein. Wie eine grosse Familie. Zu den Regeln des Kaffeehaus gehoert, dass es keinen Fernseher gibt. Die Hektik wuerde auch ueberhaupt nicht hier her passen. Hier herrscht noch Wiener Kaffeehauskultur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Wo die Leute noch ihre Post ans Kaffeehaus schicken liessen, weil sie keine richtige Bleibe hatten. Ja, und einen guten Kaffee gibts hier auch. Das merkt man an den information workern, die sich hier einen Schreibtisch reservieren lassen, manchmal nur fuer Tage, manchmal fuer Monate. Auch Schlafen kann man hier, wenn man will. Zumindest gibt es Betten zu mieten, ob man wirklich zum Schlafen kommt ist ungewiss, die Bar schliesst hier erst um 3 Uhr. Dann bin ich aber schon laengst daheim, und traeume vom naechsten Tag, vom grossen Fruehstueck und vom heissen Kaffee und der netten Kellnerin...
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textfragmente aus der terrorzelle
